Bundestagswahl 2017

Bundespolitik

Bundestagswahl 2017

Bundestagswahl 2017:
Rekordverluste und Eintrittswelle

Das Wahlergebnis für die SPD ist niederschmetternd: 20,5 Prozent bundesweit und  17,1 Prozent im Wahlkreis 272 sind ein Debakel. Mit 19,7 Prozent der Erststimmen verfehlte Patrick Diebold das Direktmandat, Karlsruhe-Land muss weiterhin auf die sozialdemokratische Vertretung im Abgeordnetenhaus verzichten. Insgesamt verlor die SPD 40 Sitze im neu gewählten Bundestag, davon vier für Baden-Württemberg. Drei Mandate konnte gehalten werden: Katja Mast, Gabriele Katzmarek und Saskia Esken vertreten in Berlin künftig das baden-württembergische Landeswappen.

Das Wahlergebnis in Graben-Neudorf spiegelt den deutschlandweiten Trend: Mit insgesamt 17 Prozent blieb die SPD knapp 3 Prozent hinter dem Ergebnis von 2013, der höchste Verlust musste im Ortsteil Mitte verkraftet werden. Während aus Neudorf ein Minus von 1,3 und aus Graben 3,2 Prozent gemeldet wurde, verlor die SPD in der Mitte 5,7 Prozent der Stimmen.

"Am bittersten schmeckt die Tatsache der Wählerbewegung zur AfD hin", bekennt erster Vorsitzender Claus-Dieter Fritz. Bundesweit stimmten 12,8 und in Graben-Neudorf 14,6 Prozent für eine rechtspopulistischen Partei, dies ließe aufhorchen, erklärt Fritz. 

"Wichtig ist, dass wir aus dieser Niederlage die richtigen Schlüsse ziehen", fordert Wolfgang Bauer. Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden im hiesigen Gemeinderat ist der Gang in die Opposition nur logisch, denn mit dem Verlassen der großen Koalition stelle die SPD sicher, dass nicht die AfD die größte Fraktion auf der Gegenseite der Regierung bilde.

Für die Demokratie ist es richtig, dass sich die SPD für „No more GroKo“ entschieden hat, was die weiter steigende Mitgliederzahl bestätigt. Seit Beginn dieses Jahres durfte die SPD 24.000 Neumitglieder begrüßen, allein 1.000 am Wahlabend, davon 40 neue Sozialdemokraten im Regionalzentrum Karlsruhe-Land. Das macht Mut!

 
 

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